Die Bücher

Meine Bücher sind wie Grossmutters Sonntagskuchen:
zusammengerührt aus Eiern von herumgackernden Hühnern, Früchten aus dem Garten
und Butter von der Kuh im Stall.

Alles ist mit viel Lebenserfahrung, Liebe und grosser Arbeit selbst gemacht und - mit Hilfe meiner Künstler - wunderschön verziert.


50 JAHRE FRAUENSTIMMRECHT

Für Kinder, Jugendliche ... Junggebliebene 

Alter: 9 - 99 Jahre
172 Seiten | 12 Zeichnungen

50 Jahre Frauenstimmrecht

Auf meinem Laptop leuchtete eine Nachricht auf:

«50 JAHRE SCHWEIZER FRAUENSTIMMRECHT».

Der Verein CH2021 rief die kulturschaffenden Frauen auf, im Jubiläumsjahr etwas zum Ereignis beizutragen.
«Ein Kinderbuch mit diesem Thema?», dachte ich. «Das ist unmöglich!»

Trotzdem klickte ich alles an, überflog die geschichtlichen Daten, bestaunte die Bilder der früheren Kämpferinnen – und blieb an ihnen hängen.
«Wenn sie es für uns taten», murmelte es in mir, «dann könnte ich eigentlich auch etwas tun.»
Kurz darauf zog ich mich für drei Monate an einen ungestörten Ort zurück. Ich informierte mich über das damalige Zeitgeschehen, besprach mich mit meinem Zeichner … und begann eine Geschichte zu schreiben.


Im ersten Teil, welcher sich auch an kleine Leserinnen und Leser richtet, habe ich ein Märchen erfunden. Es spielt vor vielen Millionen Jahren im Tupa-Tupo-Land. Dort lebten die Tupa und die Tupo. (Beim schnellen Hinschauen hätte man glauben können, es wären winzige Äffchen. Doch nein, sei schlüpften aus Eiern wie die Dinosaurier. Natürlich aus sehr, sehr kleinen Eiern.)

Mit Hilfe dieser lustigen Wesen zeige ich die Entwicklungsgeschichte von Frauen und Männern auf. Zu Beginn erlebten sie paradiesische Zustände, dann gingen ihre Lebensentwürfe immer weiter auseinander. Nach vielen Irr- und Umwegen versuchten alle wieder zusammen zu finden. Am Schluss wurde aus dem Tupa-Tupo-Land wiederum eines der glücklichsten Länder der Welt.

Der zweite Teil richtet sich vor allem an grössere Kinder, Jugendliche ... Junggebliebene.
Gestützt auf das Märchen erzähle ich in Sprüngen aus den 100 Jahren, bis die Frauen in der Schweiz endlich das Stimmrecht bekamen. Die geschichtlich korrekten Daten sind in viele kleine Tagesereignisse eingepackt - erlebt von zwei kecken Mädchen, zwei tollen Jungs, drei Hausfrauen, ihrem Gatten ...


MOBBING

Die Geschichte von Bibi

Alter: 6 - 8 Jahre
75 Seiten | 30 farbige Bilder | Grossschrift

Mobbing Geschichte von Bibi

Der Anstoss zu diesem Buch war ein sehr schönes Erlebnis in Berlin.
Als frühere "Bühnenfrau" war es für mich das Schönste, mein Buch "KAROLIM" den Kindern nicht nur vorzulesen, sondern vorzuspielen. Auf einer Tournee in Berlin wurde ich in drei Bibliotheken so sehr dafür gelobt, dass ich im Nachhinein wie eine professionelle Erzählerin entlöhnt wurde. Mir begannen vor Freude kleine Flügel zu wachsen. "Juhee! Ich kann richtig gut erzählen", sang es in mir. "Das macht Spass! Ich werde mir noch eine andere Geschichte aussuchen."

Leider musste ich feststellen, dass das Übernehmen von Erzählungen, aus rechtlichen Gründen, nicht einfach ist.
"Dann schreibe ich halt eine eigene. Damit darf ich tun und lassen, was ich will."


Ein neues Mädchen kommt in eine Schulklasse. Bibi trägt nicht die richtige Kleidung. Sie spricht nur wenig Deutsch, hat eine grosse rote Masche im Haar – und das Schlimmste: Sie noch keine einzige Zahnlücke!
«Bibi-Baby, Bibi-Baby», kichern sich die Kinder aufgeregt zu.
Das Mädchen wird vom ersten Tag an geplagt, bis es plötzlich nicht mehr zur Schule kommt.
«Ist es wegen uns?», fragen sich die Kinder mit schlechtem Gewissen. «Was wird die Lehrerin dazu sagen? Eigentlich hat uns Bibi gar nichts angetan!»
In der Pause überlegen alle, was sie tun könnten, um ihr Verhalten wieder gut zu machen …

Doch es kommt alles anders als die Kinder befürchten. Bibi, die Tochter der zugezogenen Musikerfamilie, ist eine begabte kleine Pianistin. Sie blieb von der Schule fern, weil sie am Konzert ihrer Eltern auch ein Stück spielen durfte.
Die Schulklasse bekommt eine Einladung ins elegante Konzerthaus zugeschickt. Oh, wie staunen alle, als sie Bibi auf der grossen Bühne sehen! «Bravo Bibi», klatschen die Kinder und sind sehr stolz, dass sie dieses Mädchen kennen.

Bei ihrer Rückkehr darf Bibi der Klasse etwas vorspielen. Sie beginnt nicht mit Mozart, sondern mit einem rassigen Boogie-Woogie. Den Kindern juckt es in den Beinen. Sie springen auf und tanzen im Zimmer herum. Sogar die Lehrerin tanzt mit! Voller Übermut rufen die Kinder: «Zum Glück ist Bibi in unsere Klasse gekommen!» – Bibis Herz macht vor Freude einen Luftsprung.


KAROLIM

Ein Bett bei Mama - ein Bett bei Papa

Vorlesebuch für Kinder ab 7 Jahren
246 Seiten | 60 Zeichnungen

Titelblatt Karolim

Schon über Jahre sah ich in meinem Umfeld den Alltag von Kindern aus getrennten Haushalten.
In Frankreich, wo ich mich damals aufhielt, wurde es Mode, die Kinder eine Woche bei ihrer Mutter und eine Woche bei ihrem Vater «einzuteilen». Justiz und Eltern fanden das die beste und gerechteste Lösung.

Und das Kind?
«Wie wäre es für mich», ging es mir durch den Kopf, «wenn ich zwischen zwei (oft zerstrittenen) Haushalten, wöchentlich wechseln müsste?»

Als meine Enkelin in eine ähnliche Situation kam, wollte ich ihr eine Geschichte schenken, die ihr aufzeigt, dass sie eine kleine Heldin ist.


Die Mama und der Papa von Karolim liebten sich sehr, und sie freuten sich riesig über die Geburt von Karolim.

Doch der chaotische, herzensgute Papa und die liebe, alles aufs Tüpfchen genau machende Mama waren allzu verschieden, um immer beisammen leben zu können. Als Karolim ein Schulkind wurde, trennten sich die beiden … zum gossen Schmerz des kleinen Mädchens.

Karolim lebte von nun an eine Woche im alten Holzhaus mit Papa, die andere im modernen Wolkenkratzer mit Mama. Schon bald verstand das kluge Mädchen es, von beiden Seiten das Beste zu nehmen. Eine kleine Fliege half ihm dabei!

Es kommt zu vielen lustigen Geschichten. Karolim machte sogar eine grosse Entdeckung! Beim Öffnen einer alten Kiste begriff sie plötzlich, warum Mama und Papa so verschieden waren.
Am Ende der Geschichte sagt Karolim schmunzelnd: «Weisst du was, kleine Fliege? Mama kann nicht leben wie Papa, Papa kann nicht leben wie Mama – aber ICH, ich kann beides.»